Dieses Hörbeispiel ist das Ergebnis eines Praktikums Selberstimmen für Profis

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das ich Anfang April 2014 in der Schweiz mit einer jungen Klavier- und Geigenlehrerin durchgeführt habe. Im Rahmen dieses Praktikums beschäftigen wir uns gemeinsam intensiv mit der von mir entwickelten Hybrid-Stimmtechnik primaTEK

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Diese zeitgemäße Kombination aus dem herkömmlichen Stimmen nach Gehör sowie dem Einsatz von modernen Hilfsmitteln in Form eines Frequenzmessgeräts ermöglichen ausgezeichnete Ergebnisse beim Stimmen. Für Einsteiger bringt diese Verbindung zweier scheinbar konträrer Stimmtechniken darüber hinaus den Vorteil, dass man in den komplexen Zusammenhängen schnell eine Orientierung findet. Das Gehörstimmen, also das Hören von Schwebungen sowie das Wissen um die korrekten Schwebungen der Intervalle, bleibt nach wie vor sehr anspruchsvoll. Sowohl das Stimmen nach Gehör sowie die Feinabstufung der Handarbeit der Stimmhammerführung beim Stimmen werden im allgemeinen als sehr zeitaufwendige Themen betrachtet, die in der Regel Jahre der Übung in Anspruch nehmen. Doch Sie ahnen es schon, dass es von jeder Regel auch Ausnahmen gibt. Dass man nur innerhalb eines Tages lernen kann, ein komplettes Klavier nach Gehör stimmen kann, ist insofern sensationell. Dabei bin ich mir bewusst, dass dies keine Leistung ist, die man jedem Lernwilligen garantieren kann. Dafür muss man das geschulte Ohr bereits mitbringen und für diese höchst anspruchsvolle Stimmtechnik eine Präferenz haben.

Das war bei der Klavier- und Geigenlehrerin der Fall. Über die Ausbildung an der Geige hatte sie das geschulte Ohr. Bei Klavierspielern ist diese Fähigkeit kein Regelfall sondern eher die Ausnahme, was schlicht damit zu tun hat, dass der Klavierspieler keine Möglichkeiten hat, im Spiel die Intervalle entsprechend dem musikalischen Kontext sowie entsprechend seiner persönlichen Befindlichkeit zu gestalten. Mit anderen Worten: Am Piano kann man keine Intervalle intonieren. Daher ist auch eine Sensibilisierung des Ohrs dafür nicht notwendig und somit ist den Klavierspielern diesbezüglich kein Vorwurf zu machen.

Der Klavierstimmer muss aber lernen, die Feinheiten in Form von Schwebungen

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zu hören. Darüber hinaus muss er lernen, welche Intervalle wie schnell bzw. langsam schweben sollen. Das wäre dann der Soll-Wert. Wenn man sich in das Thema der Stimmung vertieft, so wird man entdecken, welche Toleranzen damit verbunden sind, wenn man z.B. die Spezialität der Klavierstimmung, nämlich die so genannte Spreizung

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ins Spiel bringt.

Zurück zu dem Praktikum Selberstimmen für Profis: Es war der ausdrückliche Wunsch der Klavier- und Geigenlehrerin, das Gehörstimmen zu bevorzugen. Diesem Wunsch habe ich entsprochen und wir haben uns gemeinsam über 8 Stunden diesem Ziel genähert. Hören Sie hier das Endergebnis. Bei dieser Stimmung habe ich nur in Zwischenschritten kurz Hand angelegt, um Feinheiten der Präzision zu korrigieren, die man innerhalb eines Tages nicht erwarten kann. Doch immer wieder sind die angehenden Selberstimmer im Praktikum davon überrascht, wie schnell doch die Fortschritte selbst in der höchst anspruchsvollen Disziplin der Präzision

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geschehen, wenn man sich positiv motiviert auf ein tolerantes Vorgehen erst einmal einlässt.

Weitere Informationen zu diesem Hörbeispiel sowie zum Thema Selberstimmen finden Sie auf meiner Homepage unter

selberstimmen.de/#beispiel

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