Es geht um den Klavierklang, der sich im Lauf der Zeit durch das Spielen verändert. Beim Klavier verstimmen sich nicht nur die Töne und verändern damit den Klang, da die mehr oder weniger stark verstimmten Einzeltöne dann schärfer klingen als die noch sauber gestimmten Töne. Beim Klavier werden aufgrund der unterschiedlichen Anschlagshäufigkeit und -intensität der einzelnen Töne die Filze der Klavierhämmer zusammengepresst. Die Verhärtung des Filzes der stärker genutzten Klavierhämmer führt dazu, dass diese Töne dauerhaft schärfer klingen und das Piano bei leichtem Anschlag keinen angenehmen Ton erzeugt. Aus diesem Grund müssen die Hammerfilze immer wieder mit speziellen Nadeln gestochen werden, damit der verhärtete Filz wieder elastisch wird. Diese Vorgang nennen die Klavierbauer "Intonation". Hier hören Sie ein Klavier, das gestimmt, aber noch nicht intoniert ist. Einzelne Töne klingen hörbar schärfer als andere Töne. Als Folge dieser unberechenbaren Ungleichheit merkt man mir beim Spielen an, dass ich versuche, durch meine Spielart, die unterschiedlichen Klänge der einzelnen Töne auszugleichen. Diese Vermeidungsstrategie beim Spielen lenkt vom eigentlichen Ziel des Musizierens ab. Anstelle von Entspannung ist eine erhöhte Anspannung das Ergebnis des Klavierspiels. Vergleichen Sie dieses Hörbeispiel mit der Version des intonierten Pianos unter hearthis.at/praeludio/klavier-intoniert.

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    Classical, Klavierstimmung, Klavierklang, Intonation, ohne Intonation
    • 167 bpm
    • Key: C