Eine Spätabendsendung von Redakteuren der »Kulturwelle« der Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Entspanntes Nach-, Weiter- und Umhören mit Gästen und viel Musik.

== Astrohour – Bedingungen und Nebenwirkungen der modernen Astrologie

In der Kulturwelle Afterhour setzen wir unsere Staffel zu verdrängten Wissensformen fort. Dazu machen diese 11. Ausgabe zur Astrohour. In einer bunt gemischten, mal versöhnlichen, mal streitlustigen Runde mit dem Astrologen Markus Jehle, dem Religionshistoriker Kocku von Stuckrad und dem Soziologen Edgar Wunder versuchen wir uns heranzutasten, wie man über Kontexte und Strukturen der heutigen Astrologie nachdenken kann.

Wer die vielen leider oft nur angeschnittenen Themenfelder und Namen vertiefen möchte, kann hier beginnen:

Studiogäste

  • Markus Jehle leitet als praktizierender Astrologe das Astrologie-Zentrum Berlin * Edgar Wunder ist Gründungsmitglied der Gesellschaft für Anomalistik
  • Kocku von Stuckrad veröffentlichte eine Monographie unter dem Titel: Geschichte der Astrologie. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. C. H. Beck, München 2003, ISBN 9783406509056

Weiteres

  • Eine weitere hilfreiche Monographie ist: Gustav-Adolf Schoener, Astrologie in der Europäischen Religionsgeschichte: Kontinuität und Diskontinuität. Peter Lang, 2016, ISBN 978-3631674918 (Hierzu eine differenzierte Rezension von Gerhard Mayer)
  • Die von Kocku von Stuckrad erwähnte von C. G. Jung angedachte »Synchronizität« findet sich z.B. in: C. G. Jung: Synchronizität, Akausalität und Okkultismus. dtv, München 2001, ISBN 3-423-35174-8
  • Auch das Handbuch der wissenschaftlichen Anomalistik ist durchaus einen Blick wert.
  1. Ausflug: »Topics« in Berlin
  2. Astrologie im Hinterzimmer
  3. Kocku von Stuckrad: Astrologie als Nischenphänomen?
  4. Historischer gesellschaftlicher Status
  5. Ideengeschichtliche Faktoren
  6. Markus Jehle: Theoretischer Umschwung der Astrologie im 20. Jahrhundert
  7. ♫ L.T. – Temper Acid
  8. Edgar Wunder: Karriere der Astrologie im 20. Jahrhundert
  9. Astrologie als Krisenphänomen? Kontinuität der europäischen Astrologie im 20. Jahrhundert.
  10. Angebot der Astrologie heute
  11. Ein untypischer Krebs. Symbolsystem Horoskop. Anschlussfähigkeit zur Psychologie.
  12. Astrologie als hermeneutische Disziplin? Bedeutung und Positionierung ihrer Aussagen.
  13. Wie arbeitet ein Astrologe heutzutage?
  14. ♫ Luis M – Basslien
  15. Nützliche Fiktion? Psychologische Astrologie als performatives Phänomen...
  16. ...oder doch als theoretisches Modell?
  17. ♫ Richard Savani – Whiteball (Kidcult Remix)

Unter Afterhour versteht man in der KulturWelle-Szene eine Veranstaltung mit elektronischen Tanzgesprächen. Afterhour ist eine Eindeutschung des englischen Begriffes After Hours, was so viel wie nach Ladenschluss oder nach Dienstschluss (wörtlich nach Stunden) bedeutet. Der Begriff Afterhour ist im Englischen hingegen unbekannt (Pseudoanglizismus).

Afterhour-Sendungen werden besucht, um eine analysereiche Woche ausklingen zu lassen oder das Ende eines Rechercherausches hinauszuzögern. Häufig findet zwischen der Tagesaktivität und der Afterhour ein gemeinsamer Chill-out zur mentalen Regeneration und Erfrischung statt. Um Müdigkeitserscheinungen zu beseitigen, werden auf einer Afterhour oft Wein oder Tabak konsumiert, um die unerwünscht anhaltende Wirkung der aufputschenden Themen zu reduzieren. Als charakteristisch für Afterhours gilt eine besondere Ausgelassenheit, körperliche Nähe und eine Mischung aus Forschungsnachklang und Musik.

    Radioshow
    • Release Date: 03/24/2017 10:00 PM
    • 87.5 bpm
    • Key: Cm
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