Restaurator/inn/en nennen sie sich, und in der Öffentlichkeit hält sich die Überzeugung, dass restaurieren, also die Erhaltung eines Objektes durch seine Bearbeitung, ihre Hauptaufgabe sei. Weit gefehlt! Die reellen Aufgaben von Restaurator/inn/en an Museen trifft das nicht (mehr): Seit vielen Jahren nimmt die sog. Präventive Konservierung immer mehr ihre Hauptbeschäftigung ein, also das Schaffen und Kontrollieren von Umweltbedingungen, die Schädigungen am Kulturgut vermeiden, das „Restaurieren“ also gar nicht mehr nötig machen. Das bewirken Restaurator/inn/en in Museen insbesondere durch die Steuerung des Raumklimas, qualifizierte Verpackungen, ungefährliche Präsentationen etc.

Insbesondere Ausstellungen bergen für Objekte ein großes Schadenspotential. Aus diesem Grund wünschten sich die Bachelor-Studierenden des Restaurierungs-Studienangebots an der HAWK in Hildesheim für das Hornemann Kolleg, die Aufgaben des Restaurators/der Restauratorin im Museum aus zwei verschiedenen Blickwinkeln zu thematisieren: „Der Weg in die Vitrine“, so das Motto, wird zunächst von der Ausstellungskuratorin Dr. Andrea Nicklisch beschrieben, angefangen bei der inhaltlichen Konzeptfindung bis hin zu den unterschiedlichen Tätigkeiten bei der Erarbeitung des Präsentationskonzepts.

Als zweite erläutert Jutta Göpfrich, leitende Restauratorin für Leder und artverwandte Materialien am Deutschen Ledermuseum, die sehr unterschiedlichen Arbeiten ihres Restauratorenteams bei der aktuellen Sonderausstellung zum 100-jährigen Jubiläum des Museums.

Mehr Infos: hornemann-institut.de/german/h...g_goepfrich.php

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