Als Steffen Krones 2018 in Norwegen mit dem Kanu die Lofoten erkundete, stieß er auf einen erstaunlichen Fund: Eine deutsche Bierflasche, angeschwemmt auf einer zu Fuß unerreichbaren Insel im Nordpolarmeer. Wo kam die her? Zurück in Dresden zerbrach er sich den Kopf über die Masse des angeschwemmten Mülls und deren Herkunft und Geschichte. Ist Dresden mit seinen Gewässern etwa unmittelbar mit dem Polarkreis verbunden?

So entwickelte Steffen das Dokumentarfilm-Projekt „Flaschenpost aus Dresden“ und belegt somit erstmals die Verbreitung von deutschem Flussmüll in den Weltmeeren. Er beauftragt Industriedesigner Paul Weiß mit der Entwicklung eines Schwimmkörpers mit GPS-Tracker. Gemeinsam sammeln sie Müll aus der Elbe, sortieren, schreddern, erhitzen und formen ihn um zu Teilen eines „Elb-Drifters“. Wie eine kleine Boje mit Peilsender setzen sie diese „Flaschenpost aus Dresden“ in die Elbe und erheben in den kommenden Wochen und Monaten wissenschaftliche Daten über Wege und Dauer des tausende von Kilometern gen Norden treibenden Mülls.

Am 5. Dezember 2021 wird die 45-minütige Dokumentation „Flaschenpost aus Dresden? - Wie sich unser Müll über die Elbe verbreitet“ im MDR ausgestrahlt.
Voraussichtlich im Frühjahr 2021 kommt der 90-minütige Film „The North Drifter“ in die Kinos.

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