The Magic Sound of Deep Dance

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Andreas Peine begann seine musikalische Tätigkeit Ende der 1980er als ein Hobby mit einem Doppelkassettendeck. Mixerfahrungen hatte er als DJ in der Diskothek Glaspalast in Dinslaken gesammelt. Er erweiterte später sein Tonstudio: die 2-Spur, und später die 8-Spur Revox-Tonbandmaschine wurden durch digitale Geräte ersetzt. Nun war auch das für den „Deep Mix“ charakteristische Keysampling möglich. DJ Deep wurde durch den niederländischen Remixer Ben Liebrand maßgeblich beeinflusst.

Zwischen Ende der 1980er Jahre bis Mitte 2000 war DJ Deep verantwortlich für 66 Folgen der Deep Dance-Mixe (auch Deep Mix genannt), sogenannte Bootleg-Megamixe. Die teilweise illegal produzierten Mixe umfassten rund 70 Lieder pro CD. Jede der CDs begann mit einem Jingle, der sich zwar von CD zu CD veränderte aber immer unverkennbar war.
1997 veröffentlichte er Deep Dance 50, eine Art „Best of Deep“ (1987–1997), welche sich über eine Million mal verkaufte. Dieser wurde 2004 als Video-CD erneut veröffentlicht und mit Video-Sequenzen aus japanischen Anime-Filmen unterlegt (Deep Animix). Erfolgreich war auch die "Studio 33, 23rd Story, Single Top 100 1998", ein Hybrid aller Lieder, die damals in den Charts vertreten waren.
Die Illegalität der Mixe beruhte darauf, dass die Musiker keine Tantiemen für ihre Beteiligung erhielten, z. B. keine für Deutschland gültigen GEMA-Gebühren. Der GEMA war Deep Dance seit 1993 aktenkundig. Befürworter argumentierten, dass viele Lieder durch diese Mixe der Öffentlichkeit erst bekannt wurden.

Gegen Ende der 80er wurden Tapes auf CDs gepresst. Durch die höheren Stückzahlen bekam die Deep Dance-Musik eine größere Verbreitung. Die CDs wurden ab 1992 auf Flohmärkten und in Plattenläden „unter dem Ladentisch“ für einen Stückpreis von ca. 30 bis 50 Mark verkauft. Die GEMA rechnete allein bei der Deep Dance-Serie mit einem geschätzten volkswirtschaftlichen Schaden von etwa 150.000 Mark pro Jahr.

Das Landgericht Essen verurteilte die Beteiligten wegen Steuerverkürzung und gewerbsmäßigem Herstellen illegaler Tonträger zu Bewährungsstrafen. Für die Vertreiber gab es auch Haftstrafen. Andreas Peine und Uwe Jagusch erhielten eine Geldstrafe.

Die Produktion von Bootlegs fand am 5. Juni 2000 gänzlich ein Ende, als 32 Beteiligte, die mit dem Vertrieb und der Herstellung zu tun hatten, bei über 50 Hausdurchsuchungen im Ruhrgebiet festgenommen wurden. Dabei waren über 200 Polizeibeamte im Einsatz. Auch bei den Betreibern der Fan-Webseite deepdance.de fand eine Hausdurchsuchung statt. Die Fahnder hegten den Verdacht, dass über ein Newsletter-Anmeldeformular Bestellungen aufgenommen wurden.

Die „Deep Dance Serie“ wird seit 2000 illegal von Nachahmern (beginnend bei Deep Dance Vol. 67) und Trittbrettfahrern weiter fortgesetzt.

1997 veröffentlichte er Deep Dance 50, eine Art „Best of Deep“ (1987–1997), welche sich über eine Million mal verkaufte. Dieser wurde 2004 als Video-CD erneut veröffentlicht und mit Video-Sequenzen aus japanischen Anime-Filmen unterlegt (Deep Animix). Erfolgreich war auch die "Studio 33, 23rd Story, Single Top 100 1998", ein Hybrid aller Lieder, die damals in den Charts vertreten waren.

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Andreas Peine begann seine musikalische Tätigkeit Ende der 1980er als ein Hobby mit einem Doppelkassettendeck. Mixerfahrungen hatte er als DJ in der Diskothek Glaspalast in Dinslaken gesammelt. Er erweiterte später sein Tonstudio: die 2-Spur, und später die 8-Spur Revox-Tonbandmaschine wurden durch digitale Geräte ersetzt. Nun war auch das für den „Deep Mix“ charakteristische Keysampling möglich. DJ Deep wurde durch den niederländischen Remixer Ben Liebrand maßgeblich beeinflusst.

Zwischen Ende der 1980er Jahre bis Mitte 2000 war DJ Deep verantwortlich für 66 Folgen der Deep Dance-Mixe (auch Deep Mix genannt), sogenannte Bootleg-Megamixe. Die teilweise illegal produzierten Mixe umfassten rund 70 Lieder pro CD. Jede der CDs begann mit einem Jingle, der sich zwar von CD zu CD veränderte aber immer unverkennbar war.
1997 veröffentlichte er Deep Dance 50, eine Art „Best of Deep“ (1987–1997), welche sich über eine Million mal verkaufte. Dieser wurde 2004 als Video-CD erneut veröffentlicht und mit Video-Sequenzen aus japanischen Anime-Filmen unterlegt (Deep Animix). Erfolgreich war auch die "Studio 33, 23rd Story, Single Top 100 1998", ein Hybrid aller Lieder, die damals in den Charts vertreten waren.
Die Illegalität der Mixe beruhte darauf, dass die Musiker keine Tantiemen für ihre Beteiligung erhielten, z. B. keine für Deutschland gültigen GEMA-Gebühren. Der GEMA war Deep Dance seit 1993 aktenkundig. Befürworter argumentierten, dass viele Lieder durch diese Mixe der Öffentlichkeit erst bekannt wurden.

Gegen Ende der 80er wurden Tapes auf CDs gepresst. Durch die höheren Stückzahlen bekam die Deep Dance-Musik eine größere Verbreitung. Die CDs wurden ab 1992 auf Flohmärkten und in Plattenläden „unter dem Ladentisch“ für einen Stückpreis von ca. 30 bis 50 Mark verkauft. Die GEMA rechnete allein bei der Deep Dance-Serie mit einem geschätzten volkswirtschaftlichen Schaden von etwa 150.000 Mark pro Jahr.

Das Landgericht Essen verurteilte die Beteiligten wegen Steuerverkürzung und gewerbsmäßigem Herstellen illegaler Tonträger zu Bewährungsstrafen. Für die Vertreiber gab es auch Haftstrafen. Andreas Peine und Uwe Jagusch erhielten eine Geldstrafe.

Die Produktion von Bootlegs fand am 5. Juni 2000 gänzlich ein Ende, als 32 Beteiligte, die mit dem Vertrieb und der Herstellung zu tun hatten, bei über 50 Hausdurchsuchungen im Ruhrgebiet festgenommen wurden. Dabei waren über 200 Polizeibeamte im Einsatz. Auch bei den Betreibern der Fan-Webseite deepdance.de fand eine Hausdurchsuchung statt. Die Fahnder hegten den Verdacht, dass über ein Newsletter-Anmeldeformular Bestellungen aufgenommen wurden.

Die „Deep Dance Serie“ wird seit 2000 illegal von Nachahmern (beginnend bei Deep Dance Vol. 67) und Trittbrettfahrern weiter fortgesetzt.

1997 veröffentlichte er Deep Dance 50, eine Art „Best of Deep“ (1987–1997), welche sich über eine Million mal verkaufte. Dieser wurde 2004 als Video-CD erneut veröffentlicht und mit Video-Sequenzen aus japanischen Anime-Filmen unterlegt (Deep Animix). Erfolgreich war auch die "Studio 33, 23rd Story, Single Top 100 1998", ein Hybrid aller Lieder, die damals in den Charts vertreten waren.