Heute nutzen immer mehr Klavierstimmer ein Stimmgerät, um die komplexe Aufgabe einer Klavierstimmung erfolgreich zu bewältigen. Gerne stellen diesbezüglich kritische Klavierspieler daher die Frage, wie man dieses Problem wohl früher gelöst hat, als es noch kein Stimmgerät gab?

Früher hatte man lediglich eine Stimmgabel zur Orientierung. Der Klavierstimmer musste das System der Intervalle innerhalb des erwünschten Stimmsystems genau kennen. Und er musste etwas hören, was die meisten Klavierspieler nicht so deutlich wahrnehmen, nämlich die so genannten Schwebungen

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Das heute übliche Stimmsystem ist die Gleichtemperierte Stimmung, die mit der Gleichschwebenden Stimmung identisch ist. Der Name der Stimmung besagt, dass alle Intervalle in allen Tonarten gleichartig schweben. Das reine Intervall ist innerhalb der Gleichschwebenden Klavierstimmung ein Sonderfall, der beschränkt ist auf die Oktaven. Diese Regelung entspricht laut Professor Manfred Spitzer einer willkürzlichen Absprache. Denn selbst die Reinheit der Oktaven kann man innerhalb der Klavierstimmung begründet hinterfragen, wenn es darum geht, dass die Intervalle innerhalb des Oktavraums weniger stark schweben sollen

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In diesem Beispiel hören Sie die Terzen innerhalb der Referenzoktave, also zwischen a0 und a1. Die Terzen schweben deutlich und werden mit jedem Tonschritt gleichmäßig schneller.

Weitere Informationen zu diesem Hörbeispiel finden Sie auf meiner Homepage unter

praeludio.info/stimmungen.html#terzen

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    Klavier stimmen, Gehörstimmen, Schwebungen, Terzen, Dur-Terzen, Refernzoktave
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