Die Mitteltönige Stimmung herrschte von 1523 bis 1750 vor. In dieser Zeit lebte Johann Sebastian Bach, nämlich von 1685 bis 1750

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Bach fühlte sich von dieser Stimmung in seinen kreativen Möglichkeiten eingeschränkt. Der damals noch bestehenden geringen Dissonanztoleranz entsprechend beinhaltete die mitteltönige Stimmung zahlreiche reine Intervalle. Neben den Oktaven und Quinten waren dies erstmals auch 8 von 12 Terzen. Doch die 4 Tonarten mit den so geannten Wolfs-Terzen waren "unbrauchare Tonarten". Aus diesem Grund suchte Bach nach einer Alternative und fand bei Andreas Werkckmeister die "Wohltemperierten Stimmungen". Diese ermöglichten erstmal das Spiel in allen Tonarten, wenn auch die Tonarten selbst noch einen eigenen Charakter hatten. Der Charakter als Auszeichnung der Tonarten ging dann später mit der heute üblichen Gleichtemperierten Stimmung verloren, brachte jedoch den Vorteil mit sich, dass man nun die Tonarten beliebig wechseln konnte.

In diesem Beispiel hören Sie die Dreiklänge der mitteltönigen Stimmung.

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