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	<title>Neuro-Biodiversität: Warum Vielfalt der Normalzustand ist - im Gespräch mit Markus Götz</title>
	<description><![CDATA[**Neuro-Biodiversität: Warum Vielfalt der Normalzustand ist - im Gespräch mit Markus Götz**

In dieser Folge ist Markus Götz zu Gast – systemisch denkender Generalist, Innovations- und Transformationsbegleiter, der über Neurocatalyst und die EUPONS-Initiative wissenschaftliche und unternehmerische Perspektiven auf Neurodiversität verbindet. Statt einzelne Diagnosen in den Mittelpunkt zu stellen, fragt er, was Führung, Organisationen und unser Menschenbild aus dem Thema Neurodivergenz lernen können. Seine These: Neuroinklusion ist nicht das Ziel, sondern der erste sichtbare Ausdruck eines viel größeren gesellschaftlichen Paradigmenwechsels. Julie, Walter und Markus machen daraus ein bewusst großes, philosophisches Fass – und verabreden sich am Ende auf einen zweiten, konkreteren Teil.

**Takeaways**
Neuro-Biodiversität statt Defizit: Die Vielfalt der Gehirne ist – wie die Biodiversität in der Natur – kein Sonderfall, sondern die eigentliche Stärke: ein Baukasten aus Varianz und Varietäten für Lösungen und Rekombination.
Das Menschenbild hinkt hinterher: Vom „Rädchen im Zahnwerk&quot; über den Homo economicus bis heute – unser Bild vom Menschen hat sich mit jeder Evolutionsstufe der Arbeitswelt verändert, bleibt aber an vielen Stellen im Alten verhaftet.
Schablonen schließen aus: Leistungs- und Bewertungsraster (Bild: Bundesjugendspiele) unterdrücken viele Menschen, ohne dass es je so gewollt war. Erkennt man große Varianz als Normalzustand, braucht es keine ständigen „Sonderregeln&quot; mehr.
Keine Randgruppe, kein Bittsteller: Neurodivergente sind kein Nischenphänomen, sondern betreffen einen erheblichen Teil der Bevölkerung – quer durch alle Gesellschaftsschichten bis in die Vorstandsetage. Es geht um Rechte, nicht um Bitten.
Dienen die Systeme dem Menschen – oder umgekehrt? Viele gewachsene Strukturen wurden ursprünglich gebaut, um wenigen zu dienen, nicht um Wohlbefinden für alle zu erzeugen. Diese Frage neu zu stellen ist Kern des Wandels.
Kein Erkenntnis-, ein Umsetzungsproblem: Studienlage und Fakten liegen auf dem Tisch – höheres Wohlbefinden, mehr Kreativität, weniger Krankheitstage zahlen sich wirtschaftlich aus. Es scheitert an der Umsetzung, nicht am Wissen.
Caring Community als Leitbild: Ein Selbstverständnis, in dem Menschen Teil einer Vision sind und auch in schweren Lebensphasen getragen werden – und danach umso mehr einbringen.
Menschengerecht, hirngerecht, nervensystemgerecht: Nicht immer schneller, höher, mehr. Christina Kochs Gedanke – „such dir das, was du möglichst lange und langsam tun kannst und dabei glücklich bist&quot; – als Gegenentwurf zum Selbstoptimierungswahn.
Wirtschaft ist Teil der Gesellschaft, nicht umgekehrt: Arbeit ist essenzieller Bestandteil unseres sozialen Gefüges – nicht die Parallelwelt, der sich alles unterordnen muss. Neuroinklusion muss deshalb auch gesellschaftlich und politisch gedacht werden.

**Chapters**
00:00 Begrüßung &amp; Einordnung: Neuroinklusion als Ausdruck eines Paradigmenwechsels
01:24 Das aktuelle Menschenbild – vom Rädchen im Zahnwerk zur Individualisierung
02:40 Bildung, Führung und die Reibungsflächen jeder Evolutionsstufe
05:00 Homo economicus am Ende: Neuro-Biodiversität als Normalzustand
07:15 Warum Leistungsraster und Schablonen Menschen ausschließen
09:18 Keine Randgruppe, kein Bittsteller – es geht um Rechte
11:27 Dienen die Systeme dem Menschen oder der Mensch dem System?
12:34 Veränderung, Merger und das Gefühl der Entwurzelung
14:23 Vom Erkenntnis- zum Umsetzungsproblem: Caring Community als Leitbild
17:50 Psychologische Sicherheit, KPIs und die Frage nach dem Wie
18:27 Corona als Zäsur und eine neue demokratische Strömung
21:14 Gesellschaft &amp; Politik: die Gegenbewegung zu Diversität und Inklusion
23:18 In-Group, Out-Group und die Grenzen der Akzeptanz
26:35 Mut, Radikalität und die besondere Stärke der Neurodivergenten
28:06 Selbstkritik: Wenn die Community der eigenen Sache schadet
31:24 Wirtschaft ist Teil der Gesellschaft – nicht umgekehrt
33:24 Anthropologie, Grenzen der Leistungsfähigkeit, Selbstoptimierungswahn
34:47 „Etwas, das du möglichst langsam tun kannst&quot; – menschengerecht, hirngerecht
36:33 Ausblick: die offene Frage nach dem Wie – und die Verabredung zu Teil 2

**Mehr zu unserem Gast**
Markus Götz – systemisch denkender Generalist sowie Innovations- und Transformationsbegleiter, der über Neurocatalyst und die EUPONS-Initiative wissenschaftliche und unternehmerische Perspektiven auf Neurodiversität zusammenführt.
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/markuskarlgötz

**Mehr zu den Hosts**
Julie Simstich (Psychologin &amp; Organisationsexpertin): www.hirnzigartig.at
Walter Marinelli (Kreativ-Profi &amp; persönlicher Experte): www.marinelli.de

Keywords
Neurodiversität, Neurodivergenz, Neuroinklusion, Neuro-Biodiversität, Menschenbild, Paradigmenwechsel, Führung, Organisationsentwicklung, Homo economicus, Caring Community, psychologische Sicherheit, New Work, ADHS, Transformation, Arbeitswelt, Inklusion, Diversität, Unternehmenskultur]]></description>
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	<author_name>Marinelli</author_name>
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