Kotelett&Zadak

Wo die beiden Haudegen denn überhaupt herstammen, weiß eigentlich niemand so genau - Gerüchten zufolge verhalf ihnen die gemeinsame Vorliebe zum Sprottenfang zum ersten schicksalsträchtigen Zusammentreffen irgendwo an der norddeutschen Küste. Glaubt man diversen Munkeleien, verlor Zadak bei einer Razzia der Fangbehörde seine Hose, Kotelett wegen einer Überdosis von Selbstgebranntem den Kutter-Führerschein und beide Ihr Fischerei-Lizenz. Zack, weg war die Lebensgrundlage

Was blieb ihnen also anderes übrig, als übernächtig und vernebelt Skipperflucht ins Landesinnere zu begehen, wo niemand sie beim Namen kannte. "Ab jetzt machen wir in Platten", soll sich einer der beiden in den Bart gemurmelt haben, wer, ist jedoch nicht belegt. Alles in allem aber eine rein logische Entwicklung, denn die Nächte haben sie sich sowieso schon immer um die Ohren geschlagen - die dicksten Dinger gehen schließlich ins Netz, wenn alle Katzenfische grau sind.

Schnell tauschten sie also Rute gegen Regler, Backbord gegen Backspin und Nebelhorn gegen Nebelmaschine. Was früher filetiert wurde, wurde nun gefiltert, was gefischt wurde, gepitcht. Seither schrubbten sie nie wieder Decks - sie bespielten sie ab jetzt.

Wo auch immer sie heute vor Anker gehen: Stets weht eine steife Bassbrise, Schallwellen schlagen höher und kein Schnapsglas bleibt trocken. Jede Meerjungfrau würde ihre Unschuld sofort in ein paar ordentliche Tanzschuhe eintauschen, angezogen und fast wahnsinnig werdend vom unverkennbaren Sound der beiden selbsternannten Clubsirenen. Wer sich nicht am Tresen festhält, der wird von ihrer Musik mitgerissen wie seinerzeit die Sprotten vom Fangnetz.

Auch nach tagelang dauernden Sets und hochprozentig versoffener Gage verrät ein Blick in ihre von der rauhen Clubluft gegerbten Gesichter: Kotelett und Zadak sind sich bis heute immer treu geblieben und bringen zusammen, was einfach zusammen gehört: Musik, Mensch und magische Momente.

(Die Fangbehörde dazu: "Wir sind einfach nur froh, daß wir sie endlich los sind.")

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Wo die beiden Haudegen denn überhaupt herstammen, weiß eigentlich niemand so genau - Gerüchten zufolge verhalf ihnen die gemeinsame Vorliebe zum Sprottenfang zum ersten schicksalsträchtigen Zusammentreffen irgendwo an der norddeutschen Küste. Glaubt man diversen Munkeleien, verlor Zadak bei einer Razzia der Fangbehörde seine Hose, Kotelett wegen einer Überdosis von Selbstgebranntem den Kutter-Führerschein und beide Ihr Fischerei-Lizenz. Zack, weg war die Lebensgrundlage

Was blieb ihnen also anderes übrig, als übernächtig und vernebelt Skipperflucht ins Landesinnere zu begehen, wo niemand sie beim Namen kannte. "Ab jetzt machen wir in Platten", soll sich einer der beiden in den Bart gemurmelt haben, wer, ist jedoch nicht belegt. Alles in allem aber eine rein logische Entwicklung, denn die Nächte haben sie sich sowieso schon immer um die Ohren geschlagen - die dicksten Dinger gehen schließlich ins Netz, wenn alle Katzenfische grau sind.

Schnell tauschten sie also Rute gegen Regler, Backbord gegen Backspin und Nebelhorn gegen Nebelmaschine. Was früher filetiert wurde, wurde nun gefiltert, was gefischt wurde, gepitcht. Seither schrubbten sie nie wieder Decks - sie bespielten sie ab jetzt.

Wo auch immer sie heute vor Anker gehen: Stets weht eine steife Bassbrise, Schallwellen schlagen höher und kein Schnapsglas bleibt trocken. Jede Meerjungfrau würde ihre Unschuld sofort in ein paar ordentliche Tanzschuhe eintauschen, angezogen und fast wahnsinnig werdend vom unverkennbaren Sound der beiden selbsternannten Clubsirenen. Wer sich nicht am Tresen festhält, der wird von ihrer Musik mitgerissen wie seinerzeit die Sprotten vom Fangnetz.

Auch nach tagelang dauernden Sets und hochprozentig versoffener Gage verrät ein Blick in ihre von der rauhen Clubluft gegerbten Gesichter: Kotelett und Zadak sind sich bis heute immer treu geblieben und bringen zusammen, was einfach zusammen gehört: Musik, Mensch und magische Momente.

(Die Fangbehörde dazu: "Wir sind einfach nur froh, daß wir sie endlich los sind.")

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