Selbstorganisation außerhalb von institutionell geregelten Prozessen bedeutet nicht zwangsläufig Arbeit außerhalb der klassischen Aufmerksamkeitsökonomien von Lautstärke, Status, Sexismus, Sprache, Neoliberaler Verwertbarkeit, Klassismus, Konkurrenz und künstlicher Knappheit. Stattdessen erleben wir, dass sich solche und andere unsichtbaren Prozesse unbemerkt in unsere gemeinsamen Projekte und Arbeiten einschreiben und diese sabotieren. Tatsächliche Freiheit für gemeinsame künstlerische oder politische
Arbeit stellt sich nicht mit der Abwesenheit von Regeln, sondern der Reflexion der destruktiven unterbewussten Automatismen, denen wir uns gegenseitig aussetzen, ein. Wir wollen fragen:
Wie können wir diese Mechanismen hacken und umprogrammieren? Autonomie nicht als Mittel für (wirtschaftliche) Unabhängigkeit auf einem Markt, sondern als Möglichkeit zu feministischer Solidarität, neuen ökonomischen Systemen, alternativen Wertigkeiten, Rücksicht und Respekt begreifen. Kurz: Kommunikation und Entscheidungsprozesse proaktiv gestalten und den Reflex der Vermeidung des Anstrengenden ausklammern. „Jede Politik ist Identitätspolitik, aber manche Identitäten werden stärker politisiert als andere.“ (Laurie Penny) „Ist halt echt so.“ (Sarah Metz)

GAST
Sarah Wenzinger hat Theaterregie studiert, lebt in Berlin und geht nie an ihr Telefon.

MODERATION
Sarah Metz studiert Systemdesign und ist Teil von selbstverwalteten Vereinen und Kollektiven.

    Podcast
    • Type: Podcast
    • 122 bpm
    • Key: Am
    • © Creative Commons: Attribution, Share Alike
    Full Link
    Short Link (Twitter)