Februar 2014: In Eschwege stehen drei Studierende aus Witzenhausen vor Gericht. Der Vorwurf: Sie hätten Lebensmittel von der Laderampe eines Tegut-Supermarktes gestohlen. Der Gerichtsprozess führt zu kuriosen Ereignissen : Angeklagte die zum Tatvorwurf schweigen, aber öffentlich das sogenannte „Containern“ befürworten, ein Supermarkt der sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt aber vermeintliche Lebensmittel-Retter anzeigt und nicht zuletzt eine Staatsanwaltschaft, die keine Beweise vorlegen kann aber den Angeklagten mit drei Monaten Gefängnis droht. Der Fall sorgte bundesweit für Aufmerksamkeit in den Medien. Schnell stand weniger die Frage „schuldig oder unschuldig“ im Mittelpunkt, sondern vielmehr das Thema der Lebensmittelverschwendung. Sowohl die Angeklagten, als auch die Supermarktkette Tegut erklärten den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung zu ihrem Anliegen. Aber wie konnte es dann zu einer Anzeige, einem Gerichtsverfahren und einer kreativen Protestbewegung kommen?

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