Dendemann ist zurück! Genau genommen war er nie wirklich weg. Neben einigen musikalischen Features trat er in den letzten Jahren vor allem mit seiner Tätigkeit als Kapellmeister im Neo Magazin Royal in Erscheinung. Was in den letzten 8 Jahren allerdings fehlte – und von seinen Fans sehnlichst erwartet wurde, war ein neues Album. Kommenden Freitag ist es nun endlich soweit: Dendemann, die “Galionsfigur der Verdrossenheit” (wie er sich selbst nennt) veröffentlicht sein neues Album “da nich für!”.

Als Hauptproduzenten sicherte sich Dendemann die musikalische Unterstützung von The Krauts, sowie bei einzelnen Songs die von Kitschkrieg und Torky Tork.
Im Gesamten ist Dendemann damit ein herausragendes und zeitgemäßes Album gelungen, das sich vom aktuellen Hip-Hop gleichermaßen abhebt, sowie auch einpasst. Das fehlende Puzzleteil sozusagen, das den Sound und die Attitude der ersten Hochzeit des deutschen Raps in den Neunzigerjahren in die Gegenwart hievt. Und das, ohne als Hörer das Gefühl zu haben, dass er es damit allen Recht machen wollte.

Ganz im Gegenteil legt Dendemann mit diesem Album die Latte wieder einmal mindestens eine Kerbe höher und zeigt, wie man mit viel Wortwitz und Talent Geschichten erzählt. Storytelling at it’s best, grob eingeordnet in zwei Themengebiete: zum einen hört man gesellschaftskritische Songs, zum anderen geht es um Hip-Hop.

Dendemann im Interview
Niloufar und ich hatten das Vergnügen mit Dendemann über sein Album zu sprechen und wir freuen uns sehr, dass daraus ein (wie ich finde) sehr interessantes Gespräch wurde. Song für Song hangeln sich Dendemann und Niloufar durch sein Album und analysieren und interpretieren dabei jeden einzelnen Tune.
Zudem verrät Dende uns, ob und wie er selbst den Dancefloor rockt, ob es eine “Dendefrau” gibt und erfahren, warum die Themenlosigkeit anderer Rapper ihm in die Karten spielt. Gute Unterhaltung.

    Podcast
    • 93.5 bpm
    • Key: Am
    • Berlin, Deutschland
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