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Die Eingliederung in die russische Konföderation brachte abrupte und drastische Veränderungen mit sich. Der Kommunismus war über Nacht eingebrochen, alles gehört jedem. Oder so ähnlich. Vor allem die angesiedelten Deutschen in den von Russland quasi annektierten Gebieten in Rumänien mussten aufgrund ihrer Zugehörigkeit und der politischen Gesamtsituation große Teile ihres Hab und Guts abgeben. Tierbestände und Agrargeräte wurden umverteilt, Teile der Erträge wurde ebenfalls regelmäßig eingesammelt. Die Familie meiner Urgroßmutter besaß eine Kuh, die aber an eine rumänische Familie abgegeben werden musste. Im Ort wurde aber anders geredet und vor allem auch nachbarschaftlich. Die rumänische Familie, die die Kuh erhalten hatte, gab der Familie meiner Urgroßmutter jeden Tag einen Liter Milch. Dankeschön!

Es bestand auch immer noch die Problematik mit den Weingärten, der Bewirtschaftung dieser und dem Umgang mit den Erträgen. Hier hat meine Urgroßmutter wohl einen Sprung ein paar Jahre zurück gemacht und der Abschnitt zu den Weingärten spielt sich höchstwahrscheinlich vor dem Eintreffen des russischen Militärs ab, da sie noch von einer freien Abgabe der Trauben an Verarbeitungsbetriebe spricht. Wenn man auf einmal eine Handvoll Weingärten besitzt, geht es nicht nur darum, diese sinnvoll und gut zu bewirtschaften. Wenn die Trauben reif sind, dann müssen diese auch angemessen geerntet werden und letztlich sollte man auch noch wissen, wie man entweder selbst Wein macht oder an wen man wie vertreibt ohne abgezockt zu werden. Der Satz „ins kalte Wasser geschmissen werden“ ist immer noch passend.

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